Sonntag, 9. September 2012

Die wirklich großen Probleme

Deutschland jammert. Nein, eigentlich jammert die ganze Welt.
Arbeitslosigkeit, verhungernde Kinder, korrupte Politiker, der Klimawandel, illegale Machenschaften, Mord und Totschlag.


Liebe Leute, sind DAS wirklich die Angelegenheiten, die uns beschäftigen sollten?
Sollten wir unsere Energie nie lieber dafür aufwenden, dass wir die _wirklich_ großen Probleme beseitigen können?

Ich persönlich weiß nicht, ob ich in einer Welt leben möchte, die wegen solcher Lappalien die richtig großen Dinge außer Acht lässt.
Man muss ja auch Prioritäten setzen können.

Wo zum Henker sind die Menschen, die sich um folgende Sachen kümmern, die uns _wirklich_ das Leben schwer machen?

  • Verpackungen, die am Aufreißer nicht aufgerissen werden können. Jeder kennt diese transparenten Aufreißschniepel an dünnen Plastikverpackungen. Wenn man ihn erst mal gefunden hat, hält man ihn auch sofort abgerissen in der Hand.
  • Schokolade, die an den vorgesehenen Bruchstellen nicht bricht. Passiert vor allem gerne bei Tafeln mit durchgehender Füllung ohne abgeteilte Kammern. Verzeihung, aber wenn ich unkontrollierbare Risse und Krater sehen möchte, schaue ich mir dramatische Trickfilme an, in denen ein kleiner Eisbär von seinen Eltern auf einer Eissscholle davongetrieben wird.
  • Treppen mit ungerader Stufenanzahl. Liebe Architekten, ich nehme immer zwei Stufen auf einmal. Wenn eine Stufe übrig bleibt, falle ich entweder hin oder habe einen nicht seitengleich trainierten Hintern. Wollt ihr das? WOLLT IHR DAS?
  • Wiederverschließbare Verpackungen, die nicht wiederverschließbar sind. Ja, Milka, ich rede mit dir. 
  • Perforationen, die das Dokument nicht nicht im geringsten perforiert haben. Ich habe etliche McDonalds-Gutscheine auf dem Gewissen, weil ich naives Ding einfach dem "Hier abtrennen!" Hinweis vertraut habe. 
Um meine Schminkmädchenleser zufriedenzustellen: Das gilt natürlich auch in diesem Metier. Blasenwerfender Nagellack, langtrocknende Pinsel, obskure Öffnungsmechanismen, bei denen man die Verpackung des neugekauften Produkts erst mal kaputt macht... Die Liste ist endlos.

Und _die_ kümmern sich um Dinge wie Nachhaltigkeit. Unglaublich.

14 Kommentare:

Isadonna hat gesagt…

Diese Aufreißer regen mich auch ungemein auf. Oder "wiederverschließbare" Cornflakespackungen mit diesen Papplachen auf der einen Seite, die man ins Loch auf der anderen schieben soll. Klappt nicht so doll, wenn die scheiß Laschen eine Sollrissstelle erzeugen und die Verschließerei dann wo oder so für den Arsch ist. Vielleicht haben sich die Griechen ja solcher Probleme angenommen?

Craban hat gesagt…

Ohja, generell Cornflakesverpackungen... Wenn man versucht, die Tüte ordentlich aufzureißen und das Mistding erstmal gleichmäßig ihren gesamten Inhalt über die Küchenzeile verteilt -_-
Oder diese wunderbaren Milchtüten mit dem Pinöbel im Ausgießer, der grundsätzlich abreißt und man hinterher den Verschluss mit dem Messer malträtriert, damit man an den bezahlten Kuhsaft kommt.
Oder das Grauen in einem Wort: Blisterverpackungen. Wer immer die Dinger erfunden hat... ein Wunder, das er nicht von einem wütenden Mob mit Mistharken und Fackeln aus der Stadt getrieben wurde.
*verschwindet immer noch meckernd am Horizont*

Alice hat gesagt…

AMEN!!!!!!!

AD hat gesagt…

:D :D :D Danke für den Lacher im Büro :D

Viva hat gesagt…

Isa, du hast so recht. Papplaschen zum reinstecken, bei denen nichts mehr zum reinstecken übrig bleibt, weil alles in Fetzen runterhängt sind ein Traum!

Craban, das ist mir zum Glück noch nie passiert, aber ich bin auch passionierter Tütenaufschneider. Ich _hasse_ per Hand aufgerissene Tüten. Und dann bin ich noch so hausfrauig, alles mit Plastikclips zu verschließen. :D

Ego hat gesagt…

ENDLICH spricht es mal jemand aus! Die ganzen Gutmenschen, die die Welt retten wollen, sollen halt nach Afrika gehen und Brunnen graben, hindert sie ja keiner dran. Aber die tausend Dinge, die einem WIRKLICH das Leben schwer machen, um die kümmert sich keiner. Noch schlimmer: Es wird ja nicht einmal darüber gesprochen, völliges Tabu. Das muss ein Ende haben! Insofern danke ich dir für deinen Mut, die Dinge endlich einmal klar auszusprechen. Ja, wirklich, es ist höchste Zeit für diese wichtigste aller Debatten.

AD hat gesagt…

Lidschattendöschen mit einem Deckel, für den einer meiner Fingernägel sein Leben lassen muss, finde ich auch höchst unwitzig, genau wie Duschgel und Shampoo. Mit nassen Händen machts die Sache nicht einfacher, jaa, ihr seid gemeint, ihr Scheiss-Verpackungs-Designer!

Jegliche Kartonverpackungen, deren Sinn, einzureißen, ich nicht versteh. Am Ende hab ich den hünschen, perforierten Streifen in der Mitte abgezogen (z.B. bei TK-Hähnchenbrustfilet, fällt mir grad als erstes ein) und dann? Klappe ich eine von den Lachen hoch, reißt es an den Seiten ein, weil es ja DARUNTER klebt. Raff ich nicht, was das soll. Meintet ihr DAS mit den Cornflakes-Packungen?

Warum Leberwurst in diese Kondome gepresst wird, weiß ich auch nicht, man kanns nicht verschließen und es trocknet am Ende ein, außerdem beschmiert man sich das Messer. Aber gut, es gibt ja - meine ich - mittlerweile Leberwurst in Plastikdosen mit Deckel.

Ich könnt die Liste auch endlos weiterführen...

Ego hat gesagt…

Achja, die Sache mit den Treppenstufen werde ich an meinen Vater weiterleiten, der ist nämlich Architekt.

Anonym hat gesagt…

oooja... Milka Verpackungen... ich hasse sie -.-' :D

beautyisntjustasize hat gesagt…

Herzlich gelacht - Danke dafür! :D Hast einen neuen >Follower<

Alice hat gesagt…

Ich wollte mal erwähnen, dass deine Schreibe mir ein bissel fehlt... :-/ Hoffe es geht dir gut und RL ist einfach interessanter als Bloggerhausen.

Viva hat gesagt…

Keine Sorge, es ist alles in Ordnung, ich lebe noch und mir geht es gut. Mir fehlte einfach nur grad der Elan, die Inspiration und die Lust am Bloggen. Aber ich lasse wieder von mir hören, versprochen. :D

Ego hat gesagt…

Juhu, wieder mehr Viva ist eine super Zukunftsperspektive! (Notfalls verfolge ich dich mit deinem Versprechen wie eine anhängliche Babyente auf Speed.)

Übrigens hab ich Wort gehalten und den Architektenvater mit deiner Forderung konfrontiert. Er hat gelacht. Und mir dann 'nen Haufen Zeug von Schrittmaßregel und Co erklärt (siehe da: http://de.wikipedia.org/wiki/Treppensteigung#Schrittma.C3.9Fregel). Die Anzahl der Stufen richtet sich dann natürlich nach der Geschosshöhe, somit ist es eher unwahrscheinlich, dass man in Zukunft die ganzen toll erforschten Regeln einfach fahren lässt, nur um eine gerade Treppenstufenanzahl zu erreichen. Das tut mir sehr leid für deinen Hintern.

Anonym hat gesagt…

Wenn mein Nachbar gleich kommt und fragt ob ich weinend sterbe, dann werde ich ihm diesen Artikel zeigen. Mein Gott, ich hab lange nicht mehr soviel gelacht.

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