Samstag, 10. Dezember 2011

Kino ist auch keine Lösung

Um vor nasskaltem Ekelwetter zu flüchten, bietet sich ein Kino doch immer an. Flauschig, weich, überdacht, warm, voller lieber Menschen.
Auch wenn man also keine Ahnung vom aktuellen Programm hat, sind 22°C Innentemperatur schon Grund genug, 8€ zu zahlen (auch wenn man vor dem Kassierer diskutiert, ob man noch wie 15 aussieht und für billiger reinkommen. "Nein." - "Aber.. ich muss doch sonst auch immer meinen Ausweis.." - "Nein." - "Mit Zöpfen?" - "Nein.")

So kam es, dass wir spontan im Film "Kein Sex ist auch keine Lösung" landeten, von dessen Existenz keiner jemals gehört hatte, der aber lustigerweise zeitlich ziemlich günstig anfing. Immer mit der Devise im Hinterkopf, dass man für trockene Socken und Hosenbeine manchmal einen hohen Preis zahlen muss.

Zum Film selbst:
Der Hauptdarsteller ist ein herumpoppender 31jähriger, mit den typischen Machoregeln, dann kommt DIE EINE, und alles ist ganz anders, blabla. Dazu noch seltsame Nerdfreunde und die burschikose beste Freundin (übrigens DER Sympathieträger im ganzen Film, ich bin totally in love!).

Was mir aufgefallen ist: Der Film besticht mit großen Namen. Jeder Schauspieler kommt einem zumindest bekannt vor, und so passiert es, dass der Film rasend schnell vorbei ist - vor lauter anstrengenden Überlegungen, wen man denn jetzt woher kennt. Seltsamster Erkennungsmoment ever: Die "Hexe" vom Alstertal. Uaaaarh! Das sind Kinder! Die sollen nicht erwachsen werden! Die haben keine Brüste zu bekommen!
Der Trailer fasst den Film gut zusammen: Alle lustigen Momente auf einem Fleck, mehr drumherum gibts nicht.
Ein durchgehender Handlungsstrang ist überbewertet, solang man genug nackte Ärsche mitreinpackt. Ab dem 28. eingeführten Charakter verliert man sowieso den Überblick, wer jetzt warum und wieso überhaupt irgendwo auftaucht.

Fazit: Unser Highlight war der betrunkene, lachende Damenkegelclub ganz hinten links, die durch ihr kreischendes Gekicher mehr Gelächter verursacht haben, als der Film selbst.


Und meinen Hosenbeinen haben die 110 Minuten Laufzeit nichtmal zum Trocknen gereicht.

10 Kommentare:

Shiva hat gesagt…

STIMMT! Oh Mann, ich hab neulich die ganze Zeit überlegt, woher ich die Rothaarige kenne. *seufz* Weißt du noch, damals …?

Werde mir den Film nicht angucken, weil schon das Buch zwar nett, aber nicht herausragend war.
Obwohl der Typ, der Tom spielt ja schon recht knackig aussah XD

Viva hat gesagt…

Findest du? Mir gefiel der gar nicht. :D

Chinda-chan hat gesagt…

Das ist leider bei vielen Filmen so, dass die guten Szenen alle im Trailer sind und das 'drumherum' eher mau ist. :-(

Nagellackprinzessin hat gesagt…

danke für die warnung!

und übringes 'für trockene Socken und Hosenbeine' gibts winterstiefel und man steckt die hose rein - fertisch :P oder bist du von dieser militanten hose-draußen-partie :D

Jabelchen hat gesagt…

Ich hab da noch nix von gehört. Aber danke für die Warnung. Liebe Grüße und einen schönen dritten Advent Jabelchen

Viva hat gesagt…

NLP, sehr richtig. Militante Hose-draußen-Fraktion. :D Meine Hosen sind nicht eng genug und ich habe grad keine Winterstiefel (meine nuttigen Russische-Zarin-Stiefel rechne ich nicht mit ein. :D)
Außerdem .. finde ich es ein bisschen nicht so schön. :D Sehr hüftbetonend. Kann ich mir nicht leisten. ;)

egokonsumkosmos hat gesagt…

Ich gehöre auch zur Hose-draußen-Fraktion. Außer beim Reiten. Warum auch immer.

Bei dem Film dachte ich mir schon beim Trailer "Uiweh, den muss ich nicht sehen". 110 Minuten sind noch ein Grund dagegen. (Da interessiert mich - ich schäme mich, es zuzugeben - Rubbeldiekatz schon eher. Typ in Frauenkleidern ist schonmal 'ne interessante Voraussetzung.)

Damenkegelclubs in der Öffentlichkeit sind grundsätzlich ein Highlight. Gerne auch im ÖPNV. Betrunkene Herrenansammlungen, egal unter welchem Stern (Kegeln, Fußball, Junggesellenabschied,...), bieten zwar manchmal auch ein gewisses Amusementpotenzial, sind aber irgendwie viel unangenehmer. Testosteron ist nicht gut. Außer für Bartwuchs.

Viva hat gesagt…

Oh ja, Rubbeldiekatz! Den Trailer fanden wir auch recht lustig. Ich liebe Matthias Schweighöfer. :D
Und yeah, Team Östrogen! :D

hi guys ;D hat gesagt…

ich sage jetzt einfach mal, ohne den film gesehen oder die handlung nachgelesen zu haben: die rothaarige und der 31-jährige macker werden am ende ein paar ;D

Karo hat gesagt…

Stimmt, dass Hexe da mitspielt, habe ich im Trailer auch schon gesehen. Trotzdem für mich irgendwie kein Grund dafür Kinogeld auszugeben. Werde ihn wahrscheinlich nicht einmal so schauen, da es nicht mein Genre ist. Aber verdammt, das ist Hexe. (o_O)

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