Montag, 13. Juni 2011

Tausend Mal blockiert, und tausend Mal ist nichts passiert

.. und irgendwann wird man willensschwach, knickt ein und gehört dazu, zur breiten, liebenden Masse.

Es gibt Produkte oder gar ganze Sparten, die einen erst auf den zweiten Blick interessieren, anlachen und dann überzeugen, nachdem man sie Jahre lang abgeblockt hat.

Bei mir war es zuerst der Lippenstift.
In meiner Jugend war ich pures Glossmädchen, wenn überhaupt was auf die Lippen durfte. Anfangs nur dezenter Glitzer (wenn das mal kein Oxymoron ist!), später dann Kirschgloss mit schwarzem Kajal (auch sehr dezent übrigens, kann ich nur empfehlen), später hatte ich dann eine rote Gloss-Obsession, weil ich einfach tierisch in rote Lippen verknallt war.
Lippenstift war mir immer too much und viel zu viel - ich kannte bloß die üblichen, altmodischen Russen-Oma-Nuancen mit Metallicschimmer, gern auch in Rotbraun, ausm Schlecker oder als Extra in der Sugar.

Irgendwann hatte ich meinen beloved Rosenholzton gefunden und war .. wow. Von den Socken geradezu. Da wars um mich geschehen. Gar nicht too much und gar nicht russenomig!


Die nächste Produktkategorie war Rouge. Ja, ich war früher total Antirouge, habe auf meine noble Blässe gepocht und wollte keinen Hauch Farbe im Face - bis ich mir mal einen Lidschatten als Rouge aufgetragen habe und merkte: Hey, ich seh gut aus. Und bin trotzdem noch blass. Yay!
Vergessen waren clownartige Eskapaden der 80er, die meine Blushantipathie ausgelöst haben. Seither wächst meine Sammlung langsam, bedächtig, aber stetig.


Bisher kann ich mich aber wirklich sehr gut folgenden Kategorien entziehen:

Highlighter. Ich brauche keinen Glow, ich glänze schon fettig genug auf meinen Pausbäckchen, besonders im Sommer. Wobei ich sagen muss, dass meine Schwester ein Highlightsuchti aber Rougeverächter ist und mir immer arglistig eine Schicht Schimmer auf die Wangen klatscht, sobald ich abgelenkt in eine andere Richtung schaue ("Guck mal da, Johnny Depp! *HIGHLIGHT* Hahahaha!")

Und last but not least - Bronzer. Ich mag keinen Bronzer. Erstens mag ich nicht aussehen wie eine angekokelte Karotte, und zweitens .. mir gefällt die Vorstellung nicht, dass ich ein Produkt andersfarbig und deutlich sichtbar auf meiner Haut aufliegen habe. Einmal Naseputzen und und die Nase strahlt als schneebedeckte Zugspitze aus der gebräunten Wüste Sahara? Einmal über die Wange gestrichen und ich habe einen weißes Striemen im Gesicht? Nein, das ist mir zu unsicher und gefällt mir eh nicht. Denn "wie natürlich von der Sonne geküsst" gibts bei mir nicht, auf mich wird die Sonne nur mit Paddeln einprügeln (heftige Rötungen und so, wisster bescheid, Schätzeleins.)

Es gibt auch einzelne Produkte, die man gefrustet in die Ecke schmeißt, nach drei Monaten dann doch seufzend aufbrauchen will und die dann durch Zauberhand doch funktionieren und die man dann gern benutzt. Passiert oft bei Mascara oder plötzlichen Farbliebhabereien. ("OMG, Koralle! Und das habe ich ich bereits HIER und trotzdem nie benutzt? Ich Banause, wie konnte ich nur so fehlgesteuert sein!" *affektiertes Lachen hier einblenden*)

Und bei euch so?

9 Kommentare:

Lily hat gesagt…

Selbiges hier! Hätte man mich vor, sagen wir mal... einem Jahr gefragt: "Willste nich mal Lippenstift ausprobieren?" hätte ich bestimmt nur mit den Armen gefuchtelt und wäre weggerannt, noch schlimmer bei Eyeliner. Erst seit ganz kurzer Zeit ziehe und liebe ich meine Lidstriche über alle Maßen :D!

E.T. hat gesagt…

ja Schwester :o) solche Sachen habe ich auch. Highlight kann ich ebensowenig was mit anfangen, mag auch kein Glitzer, nirgendwo. Nicht mal auf Klamotten o. Nagellack. Gloss finde ich entsetzlich und klebrig, dafür mag ich Bronzer^^ ich nehme es wie Rouge, und ein paar Tupferchen kommen auf die Haaransätze und wie Highlight auf´s Lid :D das "rahmt" das Gesicht freundlich ein, versuch´s mal, aber nur wenig nehmen. Nagellack vor Jahren verpönt, höchstens farblos oder halt nur die Polish-Feilen. Mittlerweile liiiiiebe ich meine Lacksammlung. Jahrelang nur schwarzen Kajal, jetzt schwöre ich auf Flüssig-Eyeliner. So hat Jede, denke ich, ihre persönliche Kosmetikprodukte-Laufbahn :o)

Lieben Gruß, Eva

Apfelkern hat gesagt…

Ich begann mit Mascara, um die blonden Wimperchen etwas zu betonen. Auch Lippenstifte lernte ich zu schätzen und greife gelegentlich zu Lidschatten.

Doch was man mit Highlightern, Pigmenten, Brauenstiften (nachher sieht es mit denen fast immer schlimmer aus), Lidschattenbases, Nagelfolien und ähnlichem anfangen soll ist mir noch immer schleierhaft.

E.T. hat gesagt…

Vivalein, mach doch mal ´nen kleinen Benutzerguide für die Sachen :D

Venus hat gesagt…

Oxymoron ... dezenter Glitzer :-DD
Bei mir war das alles viel schlimmer (!):
Mein erster Lipgloss war dunkelbraun mit Schimmer. Ich war zehn oder elf Jahre alt (und MUSSTE DIESEN GLOSS haben xD).
Und ich habe ihn getragen - ganz selbstbewusst.
Es sah nicht gut aus - kann ich im Nachhinein sagen, aber damals hat mich dieses Produkt rumdum glücklich gemacht.

Irgendwann ist mir auch aufgefallen, dass der Gloss mist ist, also habe ich auf Lippenprodukte - auér Labello - völlig verzichtet und mit transparenter Wimperntusche und Bronzer weitergemacht. Ich ging sparsam damit um und finde auch heute noch, dass das völlig okay war (man hat's eh kaum gesehen).

Dann kam bei mir auch die Schimmerglossphase. Und schwarze Mascara. Ab diesem Punkt ging es ganz schnell und meine Kosmetika vermehrten sich wie die Hasen.

Heute besitze ich auch Lippenstifte (ich LIEBE rot - egal ob Gloss oder Lippenstift) - allerdings trage ich farbige Lippen nur am Abend. Tagsüber mag ich es im Augenblick eher dezent.

So liebe Viva, jetzt kennst du meine Kosmetikgeschichte :-D

Viva hat gesagt…

Apfelkern, du wirst auch noch auf den Geschmack und Sinn der Base kommen - hab ich recht, Mädels? :D

Mit Frisuren ist es bei mir übrigens das gleiche! Früher mochte ich glatte, arschglatte Haare über alles und beneidete glühend alle unkrausen Gestalten und habe mich wirklich geschämt für meine Locken. Jetzt fühle ich mich so hübsch wie nie sonst, wenn meine Locken frisch gewaschen und gebündelt sind.

Auf Nageldesigns fahre ich aber immer noch nicht ab. :D

Chinda-chan hat gesagt…

Blush hab ich früher auch überhaupt nicht verwendet und irgendwann lernte ich ihn dann doch schätzen, aber nur ganz dezent - mich verfolgen auch diese Apfelbäckchenbilder, schrecklich. >.<

Mit eyeliner konnte ich früher auch nix anfangen... aber nicht, weil ich ihn mochte, sondern weil es viel Übung und viele Frusterlebnise brauchte bis ich ihn endlich so zusammengebracht hatte, das ich damit vor die Tür konnte. :-D

Anonym hat gesagt…

Ich fand Foundations bis vor etwa 2 Jahren eher abturnend.. dachte mir immer dass die Haut nicht atmen kann und darunter schneller nachfettet. Zudem war ich der festen Überzeugung dass alle Foundation nuancen den individuellen Hautton vereinheitlichen... mir sind auch zu oft Frauen begegnet die einfach "zugegleistert" aussahen - und das hat mich abgeschreckt. Zu diesem Einheitsbrei wollte ich nicht dazugehören und verwendete nur Cancealer.

Irgendwann habe ich experimentiert und festgestellt dass es durchaus eine Foundation gibt die meiner Hautfarbe entspricht und gleichzeitig auch nicht schadet. Das Gesicht sah ebenmäßiger aus und ich war begeistert.

Leider haben sie dieses Jahr meine Nuance aus dem Sortiment genommen :( Jetzt kratze ich die letzten ml aus dem flakon raus und trage sie nur noch auf problematischen Gesichspartien auf... an Sonn- und Feiertagen!! *schnief*

LG, Antoinetta

Antoinetta

Lori hat gesagt…

Kein Bronzer, kein Highlighter. Ich hasse Gloss (da stehen nur meine Haare drauf, wenn sie dann so richtig schön drann hängen und kleben bleiben). Rouge nur sehr selten und dezent. Dasselbe mit Kajal.

Ach eigentlich nur bisschen Concealer, Mascara, evtl. mal Lidstrich und Puder. Lidschatten? Auch nur sehr selten :)

Früher war das ganz anders. Ich habe noch tolle Panda-Augen-Fotos, mit glossy-Lips und krass farbigen Lidern von mir :)

Also ernsthaft: Ich bin unter der Woche einfach zu faul, um mir die Mühe zu machen, da gross was zu schminken. Gefallen tut es mir eigentlich meist schon, aber dafür früher aufstehen? Nein! Und am Wochenende? Lieber bisschen weniger, anstatt nach 30 Minuten Tanzen alles verschmiert zu haben :)

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