Donnerstag, 3. Juni 2010

Der Toppits Dampfgarbeutel und die Kokeläpfel

Ich darf für trnd die Toppits-Dampfgarbeutel austesten.
Hier gibt es Hintergrundinfos.
Kurzfassung: Dampfgaren in der Mikrowelle - nur in einem Beutel mit Ventil, Nährstoffe bleiben erhalten, es geht schnell, es geht einfach, es macht keinen Dreck.

Weil ich meine Mikrowelle meistens nur mit der Ofenfunktion nutze, weil ich finde, dass die Mikrowelle einfach alles austrocknet und die Oberflächen der Lebensmittel klebrig-pappig macht, war ich echt gespannt, ob das nun erträglicher für mich ist.

Erster Test: Putenbrust. Ich war gerade zu Besuch bei meinen Eltern. Meine Mutter hat vorher ein paar Putenfilets im Beutel mariniert und vorbereitet, danach kam der komplette Sack in die Mikrowelle.
Es funktioniert! Er bläht sich auf (versetzt meine putzwütige Mutter in Angst und Schrecken), dreht sich, alles beschlägt und läuft an... es sieht also wirklich spannend aus.
Raus kamen durchgegarte, aber etwas trockene Putenfilets. Aber innerhalb von 6 Minuten kann man nicht meckern, um ehrlich zu sein.

Zweiter Test: TK-Gemüse für eine Couscous-Gemüsepfanne. Ich habe das Gemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, dazu frische Zwiebeln) pur in einen Beutel, ohne Gewürze etc. um den Geschmackstest wirklich ohne beeinflussende Faktoren beurteilen zu können. Nebenher hab ich den Couscous ziehen lassen - und war begeistert.
Oh mein Gott, das Gemüse ist weder hart, holzig, und trocken, noch breiig und matschig. Es .. hat wirklich einen Unterschied gemacht. Wow. Dabei dachte ich, TK-Gemüse ist halt TK-Gemüse.

Dritter Test: Äpfel. Ich wollte mir selbstgemachtes Apfelkompott machen. Laut Beschreibungszettel geht das nämlich - Äpfel kleinmachen, 12 Minuten dampfgarbeuteln, und fertig ist das Kompott. Hmm, hört sich ja richtig nett und einfach an, und ich hab meinen angedatschten Apfel aufgebraucht.
Ich schneide ihn also klein, tu noch ein wenig Wasser dazu und los gehts. Nach 10 Minuten riecht es wirklich intensiv nach Apfel und ich spickel mal ein wenig in den Beutel - und hab mich erschrocken.
Kleine, angekolte Dörr-Äpfel. So eine Scheiße.
Die Stücke waren trocken und gummiartig.. zwar trotzdem noch lecker und gutem Apfelaroma, aber doch eher.. rosinenmäßig. Was war denn das, verdammt nochmal?
Vielleicht das nächste Mal die Wattzahl runterstellen... aber da müsst ich erstmal die Beschreibung der Mikrowelle raussuchen, weil man die Wattzahl mit Prozent einstellen muss (kA warum, nicht fragen..)

Vierter Test: Pellkartoffeln. Geil. Ich liebe Kartoffeln. Ich liebe Pellkartoffeln, die ich zu Bratkartoffeln verarbeite, über alles. Und wenn das wirklich funktioniert, spare ich mir die vorausplanung (ich muss sie ja mittags/tags vorher abkochen, weil sie abkühlen müssen) und bin spontan. Juhu.
Testweise stecke ich also eine Kartoffel mit etwas Wasser in den Beutel und stelle die angegebenen 6 Minuten ein.
Als ich sie wieder raushole, ist sie um 3 Jahrzehnte gealtert. Ich halte eine Opa-Kartoffel in der Hand. Sie ist kleiner geworden, mit zu groß gewordener, faltiger Schale drumherum. Igitt.
Da ich bezweifele, dass Superman seine Kräfte im Spiel hat (diesmal Fast Forward), gebe ich dem Beutel die Schuld. Sowas ekelhaftes hab ich selten gesehn.
Unter der alten Haut - pardon, Schale - verbirgt sich auch keine Pellkartoffel, sondern klebriger Kartoffelleim.

Ok, das hat.. nicht funktioniert.

Ich werde euch weiterhin auf dem laufenden halten, was meine Kochexperimente mit dem Beuteln angeht. Vielleicht kriege ich auch mal ein Gericht hin, das nicht aussieht, wie schonmal gegessen.

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