Montag, 28. Juni 2010

p2 Pure Color Lipstick

Oder wie ich sie gern nenne:
Pure Schmodder.

Ich weiß, seit der Sortimentsumstellung wurde bis zum Erbrechen über sie berichtet, die Namen kann man mittlerweile auswendig, und wenn nochmal jemand sagt "Das ist die Null-Zehn, Rodeo Drive. Ein totaaal schöner Nudeton" oder "Null-Siebzig Regent Street, ein wunderhübsches Koralle. Ein MUST für diesen Sommer!", fällt man vor Entsetzen in Ohnmacht.

Alle waren sie begeistert von diesen Lippenstiften, es wurde getratscht, reviewed, empfohlen, die Cremigkeit und Parfümlosigkeit in den Himmel gelobt.
Überhaupt ist es faszinierend, wie lange und ausdauernd über eine simple Lippenstiftserie reviewed und gesprochen wird, wie oft und wiederholend die immer wieder gleichen Farben empfohlen werden, als ob es DER Geheimtipp schlechthin und DER perfekte, eben gefundene, noch nie dagewesene Dupe (bis auf die anderen 15 Youtuber) wäre..


Gott, ich finde diese Lippenstifte furchtbar!

Könnt ihr ihn sehen, den Pure Schmodder?
Diese Stifte sind nicht in der Lage, bei normaler Raumtemperatur zu überleben.
Es schmilzt einem unterm Hintern weg wie Vanilleeis, sobald man ihn aus dem Kühlschrank nimmt - man kann es also vergessen, ihn für unterwegs in die Tasche zu packen.

..denn auffrischen ist in jedem Fall nötig; auf den Lippen hält er nichtmal eine Stunde ohne Essen und Trinken. Verschwinden muss aber auch gelernt sein; und das gute Stück hat es jedenfalls nicht gelernt. Anstatt sich still und heimlich einfach auszufaden, ist er nach einer Stunde im Lippenherz komplett weg - aber am äußeren Rand der Lippen haften gern noch angetrocknete Farbfetzen, die entweder aussehen wie alte Haut (Rodeo Drive) oder Kotzkrümel (Regent Street).

Auf die dicke, pastige, viel zu deckende Konsistenz geh ich nicht weiter ein, das wird auch von jedem anderen bemängelt, aber aufgrund der anderen Vorteile oft hingenommen. Ich sehe leider, von der schönen Verpackung und dem noch schöneren Preis, keine sonderlichen Vorteile. Die Verpackung bzw. der Drehmechanismus meines Regent Street (die Null-Siebzig, übrigens, nur falls ihr es vergessen solltet. Ein wunderschöner Korallton!) ist auch beim ersten benutzen schon kaputt gegangen.
Klar, Trendfarben gut und schön, aber was nützen die mir, wenn ich aussehe, als hätte ich grad von einem Eishörnchen abgeschleckt und vergessen, mich abzuputzen?

Sonntag, 27. Juni 2010

Retro-Time, Part 7


Das kleine, verkümmerte, schwarze Etwas... das ist mein erster Kajal. (der weiße Stift dient nur als Größenvergleich)

Ich hab ihn mir vor etlichen Jahren bei Basler mitbestellt und .. naja, offensichtlich benutzt. Die Marke hieß glaub ich "Lady B." und ist eine Baslereigenmarke.

Ihr erinnert euch an meine dunkle Phase? Gee-Nau. Dieser Kajal ist ein Wunderding - nichts ging ohne diesen Stift. Ganze Augenmakeups (ohne jegliche anderen Produkte), die Lippen, die Augenbrauen.. er ist ein Alleskönner!

Der Auftrag ist ehrlich gesagt nicht sehr gut pigmentiert (aber die Menge machts, ne?), aber Konsistenz ist einfach unerreicht(nicht zu cremig, aber auch nicht zu hart). Ich werde es wohl niemals übers Herz bringen, ihn weiter anzuspitzen, weil er sonst in seiner Kappe auf Nimmerwiedersehen verschwinden würde.

Das Tolle: Meine Mutter hat all die Jahre über einen großen Bruder von ihm in ihrem Schminktäschchen und nie benutzt. Den hab ich natürlich jetzt bekommen, aber grad nicht mehr gefunden, sonst hätte ich ihn zum Größenvergleich herangezogen.

Haare? Haare!

Mein Bierhefeprojekt ist ja eigentlich "nur" ein Begleitprojekt zu meinen Wallewalle-Langhaarträumen, die ich jetzt hier langweilig und uninteressant verbreiten will. Nur zur Vorinformation. ;)

Seit 2007 versuche ich bewusst, mein Haar lang wachsen zu lassen. Ich habe immer chemisch intensivgetönt, später dann rot gefärbt, irgendwann mussten (in einer Rettungsaktion) pinkkirschrote Neonhaare her - da Blondierung und selbstblondierende Strähnchenfarbe am Start war, glichen meiner Haare dann eher nasser Wolle.
Nachdem ich die Aktion zweimal in einem dreiviertel Jahr wiederholt habe, waren meine Haare nach dem Waschen eher ein erbärmlicher, amorpher Klumpen.
Ich musste was ändern, denn: lange Haare wollte ich ja immer noch, irgendwie.
Also: Braun drübergefärbt, kotzefarbenes Haar rausbekommen, gekonnt ignoriert.

Meine staubtrockenen Haare sind eh dazu bestimmt, zu knistern, zu knirschen und auszusehen, als würden sie sich jeden Moment selbst entzünden - aber mit diesem Blondierleichen in den Längen ist der Langhaartraum ein wenig erschwert.

Frisöre sind ein Thema für sich - ich war 2008 und 2009 jeweils einmal beim Frisör und wollte nur "Spitzen schneiden" und kam mit schulterlangen Haaren (und ich meine, auf der Schulter aufliegend) wieder raus und verabschiedete mich die nächsten Tage mit wehenden Fahnen in eine Mädchendepression.

Seit letztem Jahr trimme ich selber vierteljährlich selbst die Spitzen, damit wirklich nur das abkommt, was ich will - ja, auch wenn noch viel mehr durchgesplisst ist, ich werde ihn vermutlich NIEMALS ganz wegbekommen, egal wie kurz ich mir den Schopf schere. Ich will nur die schlimmsten Übersteh-Fissel wegbekommen, damit die Enden einigermaßen "dicht" sind.
Auch wenn ich dadurch im Vierteljahr von 3cm Zuwachs nur 1 cm bleibt, ist mir das lieber, wie als wenn ich beim Frisör hilflos wieder einen Radikalschnitt verpasst kriege.

Gefärbt habe ich in den Jahren ab und an chemisch oder intensivgetönt.
Letztes Jahr habe ich es drei mal mit Henna-Indigomischung versucht, um meine roten Längen wieder abzudunkeln. Es hat nicht funktioniert, egal wie stark der Schwarztee war, egal wie lang ich den Kuhfladen auf dem Kopf behielt.. es hat nichts gebracht, außer das mein Kopf noch 1,5 Monate lang nach Spinat gerochen haben, wenn ich sie gewaschen habe.

Frustriert klatschte ich mir dann (nach längerer Pause nach der Hennaanwendung) eine braune Chemiefärbung auf den Kopf - Tod dem unschönen Bleichbraunrot.
Nun, danach bemerkte ich, dass Henna doch was gebracht hat - nämlich braunrote Flecken im Haare, wo die Färbung nicht angekommen wurde (die im übrigen eh schwarz wurde).

Was ich eigentlich sagen wollte:
Ich lasse wachsen, ich wasche mit Alverde, ich pflege gern mit selbstgepanschtem, ich unterstütze mit Bierhefe und bin einfach nur ungeduldig. Meine Haare sind 64cm lang (juhu), bedecken grade mal den BH-Verschluss und sehen aus wie überfahrenes Streifenhörnchen.

Wie stets mit euch? Habt ihr auch einen Haarspleen? Manscht ihr auch gerne selbst Kuren? Wenn ja: Habt ihr euch auch mal eine Bananenkur aus der Bravo-Girl gerührt und lagt dann heulend überm Waschbecken, weil die Krümel sich nicht mehr auswaschen ließen?

Freitag, 25. Juni 2010

Balea Soft and Clear Waschpeeling


Ignorieren wir das grottige Foto (was auch immer damit passiert ist, das muss die Verkleinerung gewesen sein) und widmen uns einer Review. ;)

Ich habe absolut keine schöne Haut.
Sehr unruhig und fleckig, meine Nase ist immer gerötet, da ich sehr dünne sehr gut durchblutete Haut habe. Ich neige zu trockenen und schuppigen Stellen; grade auf der Nase und um die Augenbrauen siehts oft richtig bescheuert aus, vor allem wenn man Puder oder Foundation trägt oder auch nur im Ansatz probiert, die knallrote Schnapsnase etwas abzudecken.
Also muss ich trotz meiner trockenen Haut ab und an peelen, um nicht nach häutender Schlange auszusehen, am Besten recht sanft und nicht zu hammerhart.

Ausprobiert habe ich also das Balea Soft and Clear 2 in 1 cremiges Waschpeeling (was für ein kurzer und prägnanter Name!) von dm. Was es gekostet hat, kann ich leider nicht mehr genau sagen, ich schätze aber zwischen 1 und 2 Euro.


Nein, das ist kein Schlumpfsperma, sondern die Waschcreme. Sie ist weiß und milchig und hat kleine, weiße Körnchen, die den Peelingeffekt erzeugen. Zwischenrein verirren sich (eine sehr, sehr geringe Anzahl von) kleinen, blauen, sinnlosen Perlchen.
Wie man sieht, ist die Anzahl der Peelpartikel recht gering. Sie sind recht groß und hart - sie platzen auch nicht auf und sondern irgendwas ab, sondern sind einfach .. vorhanden. Geboren um wieder abgewaschen zu werden, quasi.
Ich bemerke sie bei der Benutzung gelegentlich, aber eher so sporadisch; wenn man zu fleißig rubbelt, können sie durchaus etwas "wehtun". Was heißt: es fühlt sich dann recht unangenehm an, da sie wirklich etwas gröber und härter sind, etwa wie Salzkörner. Wenn man es aber nicht übertreibt, geht es wirklich sehr gut.

Nun, der Geruch ist medizinisch, was ich aber recht vertrauenserweckend finde - hauptsache nicht alkoholig und scharf. Spannen tut meine Haut nach der Reinigung auch nicht, es scheint also wirklich recht sanft zu sein. Meine Haut fühlt sich danach sauberer und erfrischter an; meine alte Haut (ok, das hört sich wirklich ekelhaft an, tut mir leid.) ist größtenteils auch abgetragen worden; der Erfolg schwankt aber von Mal zu Mal, je nach Anzahl der Peelpartikeln.

Porenverfeinernder Effekt? Nun, bei meinen Poren Marke "Scheunentor" ist da wohl nicht viel zu holen, befürchte ich.

Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden, nur die Anzahl der Peelpartikel (Hab ich mir das Wort grade ausgedacht? Ich muss mal googeln, ob ich mein Copyright drauf setzen kann. Es ist so furchtbar passend :D) könnte etwas höher sein.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Projekt Bierhefe - Fazit nach der ersten Packung

Seid Stolz auf mich!
Ich hab grad eben meine erste Packung Bierhefe+Biotin leergemacht.

Mein Fazit nach den ersten 60 Tabletten:
  • meine Haare auf dem Kopf legten noch immer eine normale Wachstumsrate an den Tag - ich habe jetzt nach 6 Wochen einen Ansatz von knapp 1,5cm. Schade. ;) (nachgemessen: 64cm nach SSS - vor 6 Wochen 62,5cm)
  • meine Haare an den Beinen sind da anderer Ansicht und wachsen schneller. Vielleicht ein guter Vorbote? Laola!
  • meine Haut wurde nicht deutlich schlechter; vereinzelt gab es Pickel und kleine Mitesserchen, die jedoch schnell wieder abheilten
  • Es wurde berichtet, dass er sich verschieben kann - da mein Zyklus eh im arsch und nicht existent ist, gibts von mir daher keine Beurteilung
  • Meine Brüste sind nicht größer geworden. Schade. ;)
  • Ich habe kein Wasser eingelagert, jedenfalls nicht spür- und tastbar
  • Ich hab bei exakt gleicher und gleichmäßiger Ernährung etwas mehr als 1 kg zugenommen, und zwar ab der 2. bis 3. Einnamewoche. Hmpf.
  • meine Fingernägel wachsen recht schnell; zur Brüchigkeit kann ich nichts sagen, da sie dazu ja komplett rauswachsen müsste (first in, first out, ihr wisst schon) - jedoch bemerke ich, dass die neu gewachsenen Fingernägel eine andere Farbe haben. Irgendwie abartig. Ich hoffe, die Verfärbung im Frontalbereich kommt daher, dass ich mal ne große Packung Möhren geschält habe oder sowas.

Für die nächste Packung bin ich auf Bierhefe plus Zink umgestiegen, da mir mein Zink doch ziemlich "gefehlt" hat - diese Sorte ist sogar explizit für Kopfhaarwachstum ausgerichtet; die Dosis belasse ich bei 2 Tabletten/Tag. Ich bin echt richtig gespannt, wie sich die zweite Packung auswirkt bei durchgängig gleicher Dosierung und diesem obskuren PLUS an Zink. ;)

Sollte ich weiter zunehmen, muss ich wirklich schauen, wann ich einen Schlussstrich ziehe, denn bei mir liegt es dann definitiv an den Tabletten.

Edit:
Ich habe gerade eine schockierende Entdeckung gemacht.
Die Inhaltsstoffe beider Sorten (plus Biotin/ plus Zink) sind vollkommen identisch - bis auf Zusatz-Zink in der Zinksorte.
Nun , bis hierhin logisch, ne?
Was nun gar nicht logisch ist: Die Biotinsorte hat gar kein Zusatzbiotin, sondern sie enthält die schnöde gleiche Dosis Biotin, wie sie ALLE ANDEREN Sorten Bierhefe auch enthalten.
Eine seltsame Auslegung von "PLUS whatever" - Biolabor, ich fühle mich verarscht!

Dienstag, 22. Juni 2010

Kinder Fiesta Orange

Heute ist die Schleckerhummel am Start. Es geht um: Süßigkeiten!

Wer schonmal in Italien war, weiß: Großartige Frühstücker sind sie nicht.
Eine Alternative zu zwei Keksen im Kaffee (wenn auch nicht gesünder oder vollwertiger), ist diese Plage an "Colazione":

Sobald man einen italienischen Supermarkt betritt, wird man von einem riesigen Regal voller .. Törtchen? Kuchen? erschlagen.
Besonders bei Kindern sind sie beliebt: Zum Frühstück oder zwischendurch, ganz egal, hauptsache süß und lecker. Quasi, die italienische Form der Cornflakes und Müslis.
Die Eltern sind ja froh, wenn die Kinder morgens überhaupt was essen (wer weiß, wieviele Schulkinder sonst kollabiert auf den Grundschulfluren liegen würden?)

Meine Lieblingssorte sind für gewöhnlich "Kinder Brioss", kleine weiße Kuchen mit Cremefüllung.

Hier habe ich aber nun was (für mich) neues mitgenommen:
Kinder Fiesta Orange - mal sehen, wieviel Fiesta wirklich drinsteckt.
Ein Kuchen wiegt 40g und hat 171kcal pro Stück. Nicht wenig - aber wenn man bedenkt, dass es simpler Schokokuchen ist, vollkommen normal.


Ich packe ihn aus und es riecht selbstverständlich sehr süß und lecker.
Beim Reinbeißen erschrecke ich mich und werde vom Aromenhammer erschlagen. Huch. Schokolade.

Innendrin verbirgt sich kein Schokokuchen, sondern normaler Biskuitteig, welcher mit einem Streifen Milchcreme durchzogen ist, dadurch ist es nicht ganz so trocken; eher matschig und feucht, die ganze Angelegenheit. Erinnert mich sehr an Yes-Törtchen.

Nachdem der Schokohammer etwas abgeflacht ist.. Moment.
Da ist irgendwas. Schmatzschmatz?
Igitt. Das schmeckt nach.. Alkohol. Das kann doch nicht sein?!
Doch, ein eindeutiger Alkoholgeschmack macht sich breit, .. irgendwie nach Baileys oder sonstwas - für mich als Antialkoholiker nicht sehr lecker.
Ein Blick auf die Packung: Mit meinen stümperhaften Italienischkenntnissen erkenne ich tatsächlich ein Wort, dass wie "Likör" aussieht und klingt.

Aha - wohl selbe Problematik wie bei der Milchschnitte vor etlichen Jahrzehnten: Ist zwar von Ferrero und steht im "Kinder"-Regal, aber wenn man drauf achtet, ist das Wort "kinder" nicht auf der Packung zu lesen. Raffiniert.

Allgemein schmeckt der Kuchen mir aber recht gut, wenn man Baileys mag sicher noch ein bisschen besser.

Als ich die Verpackung wegwerfe, stutze ich nochmal beim Wort "Orange" - achso, da war ja was.
Dieses Aroma konnte ich beileibe nicht feststellen; vielleicht sollte der Alkoholgeschmack ins Orangige gehen und ich Likörlaie war einfach nur unfähig, diesen herauszufiltern... wer weiß.

Alles in allem: Ein recht leckeres, alkoholgeschwängertes Yes-Törtchen mit weichen Matschattitüden, ohne jeglichen Orangengeschmack. Herauszuheben ist die Saftigkeit; nicht im Geringsten vergleichbar mit den staubtrocknen "Kinder Brioss", die ich sonst (in jahrelanger Tradition) zu verspeisen pflege.

Montag, 21. Juni 2010

Rival de Loop Velvet Lipstick


Ich begebe mich heute mal wieder in die Rolle des Konsumopfers ;)


Ich hab mir ganz spontan einen neuen Lippenstift gekauft, weil es in meinem Rossmann eine 25%-Aktion gab - und hey, für günstige Produkte bin ich immer zu haben. Sind sie gut, freu ich mich, sind sie's nicht, dann kann ich das leichter verschmerzen.

Es handelt sich um die Rossmann-Eigenmarke Rival de Loop (die Erwachsenenversion); gekostet hat er mich 1,50€ (ohne Rabatt liegt er bei 2€).

Das erlesene Stück ist aus der "Velvet Lipstick"-Reihe, die pflegend aber doch langanhaltend sein sollen.
Als Äquivalent dazu gibt es eine Reihe, deren Namen ich vergessen habe, die jedoch feuchtigkeitsspendend, pflegend und glänzend (?) sein soll.

Die Farbauswahl ist riesig. Es gibt frostige, schimmernde, ich glaube sogar glitzernde sowie matte Exemplare. Ich konnte mich wirklich kaum entscheiden - über Nude, bishin zu vielen Pink und Lilatönen, kräftiges Rot oder eben meinen Farbton, den meine Freundin mit "Igitt, Orange!" beschrieb.

Die Verpackung ist jetzt nicht sonderlich hochwertig, aber trotzdem nicht billig. Schwarzes, mattes Plastik mit silbernen Prägungen. Gut, es erinnert ähnlich wie die Lidschatten etwas an einen Bestatter, aber sie haben sich Mühe gegeben, etwas edel zu wirken ;) Unten am Boden der Verpackung gibt es nochmal ein kleines Plastikkästchen, in der die Lippenstiftfarbe (wirklich übereinstimmend!) erkennbar ist.
Der Verschluss ist Müll. Es macht zwar recht nett "Klack", aber gehalten wird der leichte Deckel nur durch zwei Mini-Schniepis (sieht man auf dem Bild recht gut - der silberne Teil, der bereits eckig wird, hat einen kleinen Haltenippel) gehalten.


Der Auftrag ist recht trocken und man muss ein paar Mal drüberstreichen, um wirklich deckend zu sein - aber stören tut mich das nicht, es ist in keinster Weise unangenehm. Auch die Konsistenz ist fest, aber fein und kein bisschen krümelig, mehlig oder rauh.

Riechen tut es nach Süßigkeiten - künstlich und irgendwie ... zimtig oder gebäckmäßig. Irgendwie lecker, aber leicht übelkeiterregend wenn man es ständig riechen würde (was man aber während des Tragens nicht mehr tut).
Edit: Spontane Geruchseingebung: Neues Auto mit Vanilleduftbäumchen drin.

Das Tragegefühl ist leicht und recht gut, ich hab kein Gefühl der Schwere oder Klebrigkeit
Ich habs jedenfalls lieber so (trocken und weniger cremig) und kann die Deckkraft leichter dosieren, als dass es wie bei den p2-Stiften, wo man sich eine dicke Paste auf die Lippen reibt. Hier entfällt die ständige Angst, dass die Farbe auf den Lippen davonschmilzt und verschmiert; es fühlt sich einfach schon haltbarer und sicherer an.

Zur Haltbarkeit: Ich habe ihn gegen 14.30 aufgetragen und gegen 19 bis 20 Uhr hat er sich fast vollständig verabschiedet; eine leichte Färbung der Lippenkontur war noch zu erahnen. Ich habe viel getrunken, viel geredet, immer wieder die Lippen aneinandergerieben und hab sie mit der Zunge angefeuchtet. Was soll ich sagen: Boah. Durch die trockene und feste Konsistenz wirkt er zwar nicht wirklich pflegend (wirkt aber auch nicht gegenteilig!), aber der Halt ist grandios für den Preis.

Ich bin jedenfalls positiv gegenüber den Rival de Loop-Lippenstiften. Respekt. Die Farbe ist Geschmackssache, aber ich find sie toll.

Habt ihr auch welche?

Samstag, 19. Juni 2010

*duff-bang* BEGRÜSSEN WIR..

.. PRÄSIDENT MANDELA!


Wem geht die Youtube-Werbung genauso auf die Nerven wie mir?

Nicht nur, dass sie vor JEDEM verdammten Video abgespielt wird und dass es immer ein und derselbe Spot ist -
Nein, sie ist auch noch unverhältnismäßig laut. Sie brüllte mir dermaßen plötzlich, unverhofft und vor allem laut (mit diesem dramatischen DUFFBANG am Anfang) aus den Boxen, dass ich fast meine Cola verschüttet hätte.

Es ist ja nicht so, dass Youtube sonst eine werbefreie Zone wäre und man das nicht gewohnt wäre, aber sowas nervt richtig. Das geht ja fast zu wie bei Schlag den Raab oder Germanys next Topmodel.


Achso, und was noch eine Plage ist: Verlinkungen auf den Videos.

Warum zum Teufel verlinken jetzt so viele Leute auf ihren Videos ihren eigenen Kanal?
Du willst mich also darauf aufmerksam machen, dass du Videos machst - und die soll ich im besten Falle anschauen. Falls es dir nicht aufgefallen ist: Ich schaue bereits ein Video von dir an, danke.
Pause drücken, Play klicken, was auch immer - ist nicht mehr möglich. Einmal nicht aufgepasst, sitzt man plötzlich auf dem Kanal der betreffenden Person (wo man ja gar nicht hinwollte) und muss das Video von vorne laden lassen und vorspulen. Großes Kino.

Auch drübergelegte Verlinkungen zu anderen Videos sind für mich völlig sinnlos, da sie sich nicht in einem neuen Fenster oder Tab öffnen, sondern im gleichen.
Das heißt für mich: das Video, dass ich eigentlich sehen möchte, würde abbrechen und ich weiß der Fuchs wo landen.
Das heißt für mich: Ich klicke nicht.
Das heißt für mich: im Falle einer Verlinkung, die mich interessiert, gucke ich mir erst das gewünschte Video zu Ende an; dann versuche mich an die Stelle an der die Verlinkung eintrat, zu erinnern und dann scrolle ich wie eine Bekloppte mit diesem Zeitpopel auf der Zeitlinie des Videos umher in der Hoffnung, dass ich die Verlinkung entdecke.

Dass dies nicht so oft eintritt, muss ich wohl nicht erwähnen. Meist scheitert es schon daran, dass ich die interessante Verlinkung schon während des Videoschauens wieder vergesse.

Freitag, 18. Juni 2010

Elf und meine Blush-Obsession


Ich habe mir vor einiger Zeit zwei günstige Rouges bei ELF bestellt, nämlich die Farbe "shy" und "flushed".

Hier links im Bild ist "Shy", welches seinem Namen alle Ehre macht und ein schüchternes, helles nichtssagendes Rosa ist. Ok, das ist hart ausgedrückt, abe es ist einfach nur schimmernd rosa ohne jegliche Finesse. Ist aber ok, denn sowas hab ich erstaunlicherweise noch nicht.

Rechts gibts "flushed", welches etwas dunkler, beeriger und etwas außergewöhnlicher ist. Es schimmert auch ganz nett in Silber und Gold.

Geswatcht oder ausprobiert hab ich sie noch nicht, weil sie noch immer originalverpackt sind - ich gebs zu, ich will viel haben, aber ich trau mich nicht, es zu benutzen. Der Schritt, die verschweißte, nagelneue Verpackung aufzureißen... Rubikon. Genau das ist es.

Whatever - ich bin vor allem vom flushed geflasht (haha, blödes Wortspiel bemerkt?), denn der gefällt mir wirklich gut! Die Farben kommen auf meinen Bildern recht gut hin - auf der Elf-Seite kriegt man ja mal überhaupt keine Vorstellung der Nuancen! Ich weiß nicht, woran das liegt, die sollten das eigentlich auf die Reihe kriegen, aber naja. Ich hab eh auf gut Glück bestellt, weil man nie genug Blush besitzen kann.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Oriental Lipcreams of doom


Catrice bringt demnächst eine neue LE auf den Markt, die etwas orientalisch angehaucht ist.

Mir fielen mit einem Schaudern die schlimmste LE-Produkte ever ein, die unter dem gleichen thematischen Stern standen:
Die Manhattan Express Oriental.
Was übrigens, glaube ich, damals noch nicht LE hießen, sondern schlichtweg "Look".
Sie zeichnete sich aus durch .. nunja, sehr außergewöhnlichen Farben, wie wir links sehen können.


Sagt mal, bin ich die einzige, die Lipcreams nicht mag?
Ihr wisst schon, diese klebrigen, deckenden, Pseudoglosse, die überall hinwandern, die keinen Patzer verzeihen, die sich schwer und cremig auf die Lippen legen..
Nunja, ich besitze zwei eben solcher Lipcreams in diesen sehr dezenten Farben.
Manhattan hat dieses Mal auch sehr großen Wert auf hochwertige und bisher nie erreichte Qualität bei den Applikatoren gesetzt.



Der Geruch ist .. gut. Etwas nach Waschmittel, aber trotzdem gut und verdammt nebensächlich.

Der Auftrag gestaltet sich mit den Pinselchen wirklich etwas - lustig, aber da mein Lifestyle eher Rock n Roll schlechthin ist, scheiße ich auf exakte Kanten oder gleichmäßigen Auftrag und präsentiere euch scham- und schmerzbefreit Tragebilder (ich weiß, dass ihr nur darauf gewartet habt!):




Ganz ehrlich? Das ist das schlimmse Lippenprodukt, das ich besitze :D Aber allein der Lachflash nach dem ersten Auftrag des knalligen (wirklich neonknalligen!) Orange war es wert. Das Beerenlila ist in Wirklich auch viel, viel dunkler und somit auch für die Tonne.

Laut Google ist die LE von 2003 - und ich hoffe, seither gab es kein Disaster in dieser Größenordnung mehr.

Dienstag, 15. Juni 2010

Projekt Bierhefe, Update nach Woche 4

So, meine Lieben!
Die ersten 4 Wochen sind nun um. Ich esse nun also seit einem Monat täglich Brekkies.

Was kann ich vermelden?

Mein Haarwachstum beschränkte sich auf ziemlich genau einen Centimeter.
Meine Haut war pickellos (nur die üblichen Unreinheiten am Kinn und die Erdbeernase).
Sonst.. nichts, absolut nichts.

Die Dosis von 2 Tabletten werde ich erstmal beibehalten und gucken, was sich tut.

Gott, wie unspannend! :D

Montag, 14. Juni 2010

Freude, himmlische Freude

Ich unverschämte Glückshummel hab schon wieder gewonnen - ist das nicht geil?
Bei den Shoppingladies habe ich ein Lavera-Testpaket gewonnen!

Das erste Mal, dass ich "bessere" NK ausprobieren kann.
Es gibt erstens eine Aloe Vera Creme, ein Duschpeeling (mit Limonenduft, wenn ich das richtig interpretiere) sowie einen SELBSTBRÄUNER!

Vor allem letzteres ist doch mal der Burner. Meine erste Berührung mit Selbstbräuner.
Ich werde euch live und in Farbe berichten, wie sich meine transparenten Leichenbeine in wunderbar gebräunte, knackige, wunderhübsche, menschenfarbene Frauenbeine verwandeln.
Oder eben auch in orange-tomatige Indianerbeine.
Wir werden sehen.

Nicht nur, dass die Shoppingladies tolle Laverapakete verteilen, nein:
Es gibt zur Zeit auch ein Alverde-Gewinnspiel!
Wie ihr alle wisst, bin ich NK-Fan und seit einiger Zeit quasi Alverdeabhängig. Angefangen hat alles mit den Pflegeserien, vor allem für die Haarprodukte bin ich immer zu haben (die verteidige und verfechte ich auch mit Leib und Seele vor anderen). Weiter eingestiegen in die Alverdeszene bin ich nach und nach ziemlich zögerlich.. doch nach einem Alverdeset (welches ich auch gewinnen durfte) war ich einfach nur begeistert. So ein Angebot, so groß und vielfältig gibt es selten bei einer Eigenmarke - und dass das wirklich Naturkosmetik ist, setzt dem ganzen eine grüne Krone auf.
Ich würde mich tierisch freuen, die Sachen zu gewinnen, um meinen Fundus noch weiter auszubauen - meine Alverde-Armee freut sich immer über Zuwachs (vor allem, weil kein Produkt dabei ist, welches ich schon besitze).

Sonntag, 13. Juni 2010

Blogger against Mobbing

Nur ein, zwei kurze Gedanken zu dem Thema.

Mobbing ist übel, ernstzunehmen, ein Armutszeugnis, und vor allem quälend für die Opfer.

Ich bin auch gegen Mobbing, selbstverständlich.
Jeder normale Mensch ist gegen Mobbing.
Kein normal tickender Mensch findet Terror, Beleidigungen, Hetzereien toll und wünschenswert.


Nur: Was genau soll diese also Aktion bringen?
Jeder "normale" Mensch nickt also zustimmend zu dieser Aktion.

Und die Hater? Die Mobber? Die Hetzer?
Ich bezweifel, dass die sich angesprochen fühlen und dann ertappt denken: "ACHSO! Wenn ich gewusst hätte, dass dich der Terror und die Beschimpfungen stören, hätte ich das natürlich nie gemacht! Sorry, war ein Versehen!"

Samstag, 12. Juni 2010

Hörbuch: Shalom Auslander - Eine Vorhaut klagt an

Heute: Hörbücher!

Auf langen Autofahren mag ich sie besonders: man kann sich trotzdem noch auf die Straße konzentrieren, fühlt sich aber optimal unterhalten.
(Wenn ich sie nämlich zum Einschlafen höre, fehlt mir immer die Hälfte, ich muss die Dateien durchforsten, nach der Stelle, an der ich weggepennt bin.. aber das nehme ich in Kauf. Das kenn ich ja noch von meinen Bibi Blocksbergkassetten)


Dieses Buch ist von einem Autor mit einem Namen, bei dem ich zuerst dachte, es wär ein lustiges Pseudonym. Ist es nicht. (Ich hab mich dann auch sehr schlecht und vorurteilbelastet gefühlt.)
Es ist von Shalom Auslander und trägt den sehr obskuren Namen "eine Vorhaut klagt an.

Ein Hörbuch, unter dem ich mir gar nichts vorstellen konnte, wo den Autor nicht kannte, welches eine unbekannte Themenwelt anschnitt... skeptisch und mit einer Stirn, die aufgrund ihres Runzelgrades jeden Botox-Dealer und Schönheitschirurg in juchzendes Frohlocken ausbrechen hätte lassen, habe ich das Hörbuch begonnen.

Um was geht's?

Amazon sagt genauer folgendes:
Aufgewachsen in einem vollkommen abgeschotteten jüdisch-orthodoxen Umfeld in New York, hatte Shalom Auslander sich den religiösen Gesetzen unterzuordnen, seitdem er denken kann. Über allem thronte dieser Gott, der ihn nicht verstand und ihm seine Jugend zur Hölle machte. Schokoriegel, Comics, Pornos, das alles führte geradewegs Richtung Untergang. Noch heute legt er am Schabbat lieber zwanzig Kilometer zu Fuß zurück zu einem Eishockeyspiel, statt ein Taxi zu nehmen. Doch nach dem Spiel gibt's dann, aus Rache, einen XXL-Hot Dog, extra unkoscher. Eine Vorhaut klagt an ist seine große Abrechnung mit Gott. Furchtlos böse, schockierend wichtig und unglaublich unterhaltsam.


Ich kenne mich mit der Materie gar nicht aus. Weder Judentum, Amerika, noch Juden in Amerika.
(Meine einzigen Kenntnisse beziehen sich auf "Hey Arnold", wo Harold in einer Folge einmal hebräisch lernen musste und auf einen meiner Denise-Groschenromane aus den 80ern.)

Ich hab mir das Hörbuch angehört.. und fand es toll.
Meine Güte, ich hab soviel gelernt, teilweise richtig heftig gelacht - und war manchmal so schockiert über die große, weite Welt des Judentums und der Strenge dahinter. Niemals hätte ich mir das träumen lassen, dass ein so großer Rattenschwanz an Geißelung dahintersteht.
Vielleicht hat man mal vom Hörensagen von koscherem Essen gehört, ja.. was aber alles dazugehört - da hörts schon wieder auf. Von den verschiedenen Segen für jede Art von Essen abgesehen.

Ich will wirklich nicht zuviel Inhalt verraten, deswegen ganz allgemein:
Der Autor hat's drauf. Wirklich. Er bringt soviel Wissen rüber, ohne zu ernst zu wirken oder zu langweilen. Er begeht ernste Themen mit einer Leichtigkeit, die es "leicht verdaulich" macht - und zwar ohne alles auf Teufel komm raus ins Lächerliche zu ziehen.

Der Sprecher hat eine sehr sympathische Stimme (ich kannte ihn bisher nicht), bringt Witze dermaßen trocken, ernst und genial rüber, dass es wirklich eine Freude ist, ihm zuzuhören.

Ausgesprochene Empfehlung meinerseits!

Montag, 7. Juni 2010

Projekt Bierhefe, Update Woche 3

Seit heute nehme ich täglich 2 Tabletten zu mir.

Nebenwirkungen:
Ich habe nur einen schnellwachsenden Mutantenpickel zu bieten. Ich schwöre euch, der ist innerhalb von 3 Stunden entstanden. Ich habe den ganzen Tag nichts gespürt/gemerkt - kein Jucken, keine Erhabenheit der Hautpartie, kein Ziepen, keine Schmerzen. Ich hab auch im Spiegel nichts gesehn.
Abends will ich mich abschminken - BAM. "Hallooo, Schwester!"

Dank Anti-Pickelpatch war er bis zum nächsten Morgen zumindest abgeschwollen und gut abdeckbar.

Notitz am Rande:
Die Balea-Antipickelpatches sind wirklich einsame klasse. Der Pickel schwillt ab und ist weniger entzündet und zwar wirklich über Nacht.
Nur: Die Umgebungshaut des Pickels, die mit dem Patch abgedeckt wurde, wird auch "behandelt" - und verblasst.
Ich hatte morgens also mitten auf der Stirn einen kleinen, roten Pickel und drumherrum eine weißhäutige Zielscheibe.
Der Effekt vergeht nach einem Tag aber wieder - warum das so ist, weiß ich auch nicht. Mysteriös.

Retro-Time, Part 5

Nach sonnen- und geburtstagsbedingter Kurzabstinenz übers Wochenende einen kleinen Ausflug anfang der 00er Jahre - meine dunkle Zeit. Sehr sehr dunkel.
Quasi.. böse und rebellisch.
Ja, eine wirklich ausgesprochen.. öhm.. dunkle Zeit, wie man sieht.


Denn .. er ist leer!

Diesen Lidschatten, meine Damen und Herren, hab ich mir auf einer Klassenfahrt nach Berlin in einem kleinen, chaotischen IhrPlatz gekauft und er begleitete mich jahrelang durch jedes schwarzlastige Augenmake Up (und zu der Zeit waren alle Make Ups schwarzlastig!).

Meine Vorliebe für die Farbe schwarz ist mir über die Jahre zwar immer noch erhalten geblieben - nur hatte ich nach und nach mehr Farben zum kombinieren, und zweitens verschiedene schwarz- und anthrazittöne, weswegen dieses exzessive Lidschattenauslutschen nicht mehr nötig.
Aber ich liebe ihn!

Donnerstag, 3. Juni 2010

Der Toppits Dampfgarbeutel und die Kokeläpfel

Ich darf für trnd die Toppits-Dampfgarbeutel austesten.
Hier gibt es Hintergrundinfos.
Kurzfassung: Dampfgaren in der Mikrowelle - nur in einem Beutel mit Ventil, Nährstoffe bleiben erhalten, es geht schnell, es geht einfach, es macht keinen Dreck.

Weil ich meine Mikrowelle meistens nur mit der Ofenfunktion nutze, weil ich finde, dass die Mikrowelle einfach alles austrocknet und die Oberflächen der Lebensmittel klebrig-pappig macht, war ich echt gespannt, ob das nun erträglicher für mich ist.

Erster Test: Putenbrust. Ich war gerade zu Besuch bei meinen Eltern. Meine Mutter hat vorher ein paar Putenfilets im Beutel mariniert und vorbereitet, danach kam der komplette Sack in die Mikrowelle.
Es funktioniert! Er bläht sich auf (versetzt meine putzwütige Mutter in Angst und Schrecken), dreht sich, alles beschlägt und läuft an... es sieht also wirklich spannend aus.
Raus kamen durchgegarte, aber etwas trockene Putenfilets. Aber innerhalb von 6 Minuten kann man nicht meckern, um ehrlich zu sein.

Zweiter Test: TK-Gemüse für eine Couscous-Gemüsepfanne. Ich habe das Gemüse (Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, dazu frische Zwiebeln) pur in einen Beutel, ohne Gewürze etc. um den Geschmackstest wirklich ohne beeinflussende Faktoren beurteilen zu können. Nebenher hab ich den Couscous ziehen lassen - und war begeistert.
Oh mein Gott, das Gemüse ist weder hart, holzig, und trocken, noch breiig und matschig. Es .. hat wirklich einen Unterschied gemacht. Wow. Dabei dachte ich, TK-Gemüse ist halt TK-Gemüse.

Dritter Test: Äpfel. Ich wollte mir selbstgemachtes Apfelkompott machen. Laut Beschreibungszettel geht das nämlich - Äpfel kleinmachen, 12 Minuten dampfgarbeuteln, und fertig ist das Kompott. Hmm, hört sich ja richtig nett und einfach an, und ich hab meinen angedatschten Apfel aufgebraucht.
Ich schneide ihn also klein, tu noch ein wenig Wasser dazu und los gehts. Nach 10 Minuten riecht es wirklich intensiv nach Apfel und ich spickel mal ein wenig in den Beutel - und hab mich erschrocken.
Kleine, angekolte Dörr-Äpfel. So eine Scheiße.
Die Stücke waren trocken und gummiartig.. zwar trotzdem noch lecker und gutem Apfelaroma, aber doch eher.. rosinenmäßig. Was war denn das, verdammt nochmal?
Vielleicht das nächste Mal die Wattzahl runterstellen... aber da müsst ich erstmal die Beschreibung der Mikrowelle raussuchen, weil man die Wattzahl mit Prozent einstellen muss (kA warum, nicht fragen..)

Vierter Test: Pellkartoffeln. Geil. Ich liebe Kartoffeln. Ich liebe Pellkartoffeln, die ich zu Bratkartoffeln verarbeite, über alles. Und wenn das wirklich funktioniert, spare ich mir die vorausplanung (ich muss sie ja mittags/tags vorher abkochen, weil sie abkühlen müssen) und bin spontan. Juhu.
Testweise stecke ich also eine Kartoffel mit etwas Wasser in den Beutel und stelle die angegebenen 6 Minuten ein.
Als ich sie wieder raushole, ist sie um 3 Jahrzehnte gealtert. Ich halte eine Opa-Kartoffel in der Hand. Sie ist kleiner geworden, mit zu groß gewordener, faltiger Schale drumherum. Igitt.
Da ich bezweifele, dass Superman seine Kräfte im Spiel hat (diesmal Fast Forward), gebe ich dem Beutel die Schuld. Sowas ekelhaftes hab ich selten gesehn.
Unter der alten Haut - pardon, Schale - verbirgt sich auch keine Pellkartoffel, sondern klebriger Kartoffelleim.

Ok, das hat.. nicht funktioniert.

Ich werde euch weiterhin auf dem laufenden halten, was meine Kochexperimente mit dem Beuteln angeht. Vielleicht kriege ich auch mal ein Gericht hin, das nicht aussieht, wie schonmal gegessen.