Donnerstag, 13. Mai 2010

Filippa Bluhm - Heiraten für Turnschuhträgerinnen

Hi Mädels, ich bin ja quasi eine Allroundhummel. Ich liebe, wie ich schonmal irgendwo erwähnt habe, auch Bücher (und Hörbücher, vor allem beim Autofahren!).

Heute gehts um ein Buch von Filippa Bluhm: Heiraten für Turnschuhträgerinnen.
Noch nie gehört von der Guten? Ich auch nicht.

Der Klappentext verspricht folgendes:
Eigentlich hatte Charlotte immer gedacht, sie würde einen Lachanfall bekommen, sollte jemals ein Mann vor ihr niederknien und um ihre Hand anhalten. Doch bei Georg war alles anders. Na ja, fast. Denn gelacht haben sie trotzdem – in dem dummen Irrglauben, das Schwerste sei mit dem Antrag schon geschafft.

Herzförmige Nippelaufkleber. Turtelnde Täubchen auf Luftballons. Einladungskarten mit Diddlmaus. Die ersten Recherchen zum Thema »Hochzeit« fallen für Charlotte, bekennende Turnschuhträgerin, niederschmetternd aus. Aber es kommt noch schlimmer. Die Freunde schielen ihr bei der Verkündung erst mal skeptisch auf den Bauch. Die beste Freundin fängt plötzlich an, über die Ehe als Symbol der weltweiten Ausbeutung der Frau zu referieren. Und dann die Verwandtschaft: Die deutsche fordert lauthals Babys, die polnische Wodka, eimerweise. Woher, bitte schön, kriegt man ein Kleid, in dem man nicht aussieht wie Schwarzwälder Kirsch mit Toupet? Und wie soll man sich darauf freuen, »ja« zu sagen, wenn man die ganze Zeit nur »neeeeiiiin« kreischen will?

Sympathisch, gnadenlos ehrlich und herrlich komisch: »Heiraten für Turnschuhträgerinnen« ist Katastrophenfilm, Chick Flick und romantische Komödie in einem. Wie sich Charlotte auf ihrem Weg zum Glück durch die Tücken der Hochzeitsvorbereitungen kämpft, das ist zum Lachen, Lächeln, Kichern, Brüllen – und manchmal auch ein bisschen zum Weinen. Für alle, die sich trauen.


Als ich das Buch voller Vorfreude ausgepackt hab, war das mein erster Gedanke:

Oh, ist das dünn.

Ich hab mir mehr Masse versprochen, aber egal - was den Rednern an Tiefe fehlt, ersetzen sie durch Länge, und wenn mich was Buch auch in seiner Schlankheit begeistern kann, nur zu. Besser kurz amüsiert als lang .. öhm, gelangweilt.

Ohne viel vom Inhalt zu verraten zu wollen: Ein Mann, eine Frau, beide praktisch veranlagte Feinschmecker, wollen heiraten. Sie schlägt sich erst widerwillig mit gedownloadeten Checklisten zur perfekten Hochzeit rum, mutiert dann doch zur *Braut* mit allem drum und dran. Ein wenig Familie, ein bisschen Krieg und Zoff, Missverständnisse, Drama, die große Liebe und am Ende ... naja, eine Hochzeit. (War das schon zu viel?)

Ich fand das Buch wirklich amüsant und kurzweilig, aber ich denke, für "zwischendurch" ohne jeglichen Bezug zu einer bevorstehenden Heirat irgendwie deplaziert. Es dreht sich nur und ausschließlich um die Hochzeit - die (eigentlich sehr gut angelegten) Protagonisten wachsen einem aber nicht persönlich ans Herz. Der Wunsch nach mehr Geschichte oder gar einer Fortsetzung brennt jetzt nicht wahnsinnig in mir - eben weil sie mir trotzdem fremd vorkommen und ich nach beendigung jederzeit wieder in eine andere Geschichte mit neuen Protagonisten eintauchen kann, ohne diese hier zu "vermissen".

Für die beste Freundin, die bald heiratet, vielleicht ein nettes Gimmick, aber für mich persönlich zu wenig Geschichte um die Heirat.

3 Kommentare:

freezy hat gesagt…

Okay, kaufen würd ich das Buch jetzt nicht, aber wenns mir mal zufällig in die Hände fallen sollte... warum nicht ^-^?
Würde für dich denn so eine weiße (Alp-)traumhochzeit in Frage kommen? Mich würden da ausser dem Kitsch insbesondere die Kosten abschrecken.

Viva hat gesagt…

Erschreckenderweise würd ich sagen: Ja, teilweise will ich sowas schon mal haben :D Ein geiles Kleid, eine riesige Torte, viel Familie und "Spielerei" (Karaoke!) drumherum. Luxuriös dürfte es natürlich auch sein, wenn..
... ja, wenn die Kosten nicht wären. Und das hat mich auch in dem Buch so enorm gestört. ich weiß nicht, wie es bei einern Normalsterblichen ist - aber wenn ich ein bestimmtes Budget habe, dann MUSS ich es auch einhalten und kann nicht hopplahopp mal eben ein Designerkleid für mehrere tausend Euro besorgenund ein Luxusschloss für eine Hochzeit anmieten, obwohl ein Durchschnittskleid und ein Restaurant eingeplant war.

Coco hat gesagt…

Ich habe das Buch auch gelesen und fand's ganz witzig für "Zwischendurch", 230 Seiten sind ja auch nicht gerade viel.
Wünsche Dir eine schöne Woche,
liebe Grüße, Coco

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